Wenn kein Funknetz am Weiher steht: NB-IoT als Alternative zu LoRaWAN
Eine SIM-Karte statt eigenem Funknetz, jetzt auch bei Petri Heil! als Anbindung für eure Gewässer-Sensoren
LoRaWAN ist genial, solange in Reichweite ein Gateway steht. Für abgelegene Weiher ohne Netz gibt's jetzt eine zweite Tür: NB-IoT nutzt einfach das Handynetz, das ohnehin fast überall funkt. Wir haben es bei uns eingebunden.
Kurz gesagt
- Kein Gateway nötig: NB-IoT funkt über das normale Handynetz von Telekom, Vodafone und Co.
- Läuft, wo LoRaWAN aufgibt: der abgelegene Weiher ohne The-Things-Network-Abdeckung ist kein Problem mehr.
- Jahrelange Batterielaufzeit, verschlüsselt, wartungsarm, genau wie bei LoRaWAN.
- Ihr müsst euch nicht entscheiden: Petri Heil! spricht jetzt beide Sprachen. Pro Gewässer die passende wählen.
Erst mal: das kennt ihr schon
Vor Kurzem haben wir gezeigt, wie ihr mit LoRaWAN und dem The Things Network eure Gewässer überwacht: fertige Sensoren, keine Bastelei, jahrelange Batterie. Wenn du den Beitrag noch nicht kennst, lies ihn zuerst: Gewässerüberwachung per LoRaWAN & TTN: ohne Basteln einsteigen.
LoRaWAN hat aber eine kleine Bedingung: In Reichweite eures Sees muss ein Gateway stehen, eine Art Funk-Sammelstelle. In besiedelten Ecken ist die Chance gut. Am stillen Weiher hinterm Wald, drei Kilometer von der nächsten Straße? Da kann's schnell ein Funkloch sein. Und ohne Gateway kein LoRaWAN.
Genau für diese Fälle gibt's jetzt bei uns die zweite Tür.
Was ist NB-IoT, ohne Fachchinesisch?
Stell dir das Handynetz vor, das dein Smartphone benutzt. NB-IoT ist eine sparsame Spur davon, extra gebaut für kleine Sensoren, die nur ab und zu ein winziges Datenpäckchen schicken. Kein Telefonieren, kein Surfen, nur „Wassertemperatur: 14,2 °C“ alle paar Minuten.
Der Clou: Dieses Netz steht schon überall. Die großen Mobilfunker haben es längst aufgespannt. Euer Sensor braucht kein eigenes Gateway, keine WLAN-Bastelei am Ufer, nur eine kleine SIM-Karte drin, und er meldet sich.
Der Unterschied in einem Satz
LoRaWAN = euer eigenes, kostenloses Funknetz, braucht aber ein Gateway in der Nähe. NB-IoT = ihr leiht euch das Handynetz, das schon überall funkt, dafür kostet die SIM einen kleinen Beitrag.
Das ist der ganze Deal. LoRaWAN ist gratis, hängt aber an der Abdeckung. NB-IoT kümmert sich nicht um Gateways, kostet dafür ein paar Euro SIM-Tarif im Jahr.
Wann nehmt ihr was?
Es kommt schlicht auf eure Lage an:
- TTN-Gateway in der Nähe (Stadt, Dorf, Nachbarverein hat eins): LoRaWAN, kostenlos, warum mehr zahlen.
- Abgelegener Weiher, kein TTN weit und breit: NB-IoT, das Handynetz reicht meist bis dorthin.
- Sensor tief im Tal oder hinter dicken Mauern: NB-IoT, dringt oft besser durch.
- Kein eigenes Netz denken wollen: NB-IoT, SIM rein, fertig.
Es gibt kein „besser“. Es gibt nur „passt zu eurem Gewässer“.
Das Schöne: ihr müsst euch nicht festlegen
Große IoT-Betreiber kombinieren beide Techniken längst ganz bewusst: LoRaWAN, wo eigene Abdeckung Sinn ergibt, Mobilfunk für die entlegenen Ecken. Genau diese Freiheit geben wir euch. Der eine See läuft über LoRaWAN, der andere über NB-IoT, und beide landen im selben Petri-Heil!-Dashboard, mit denselben Kurven, denselben Warnschwellen, derselben Kachel-Ansicht.
Ihr seht nicht, welche Funktechnik dahintersteckt. Ihr seht: Wassertemperatur, Verlauf, Batterie. So soll's sein.
So läuft's bei uns
NB-IoT ist bei Petri Heil! fest eingebaut, als weitere Anbindung neben dem einfachen HTTP-Push und LoRaWAN über TTN. Ein NB-IoT-Sensor bekommt seine SIM, ihr tragt ihn einmal bei uns ein, und ab dann meldet er sich von selbst. Kein Server-Gefrickel auf eurer Seite.
Der Fisch merkt von alldem nichts. Ihr auch nicht, außer dass die Werte einfach da sind. Und darum geht's.
Lust, das an eurem Gewässer auszuprobieren?
Egal ob LoRaWAN am gut versorgten Vereinssee oder NB-IoT am abgelegenen Bergweiher: meldet euch, wir finden mit euch die passende Anbindung. Mehr zum kostenlosen Einstieg mit fertigen Funksensoren: Gewässerüberwachung per LoRaWAN & TTN: ohne Basteln einsteigen.