Messstellen und Gewässerüberwachung¶
Der Bereich „Messstellen“ zeigt, was die Messgeräte an den Gewässern melden, etwa die Wassertemperatur. Er zeigt auch, ob ein Wert kritisch ist und ob ein Gerät noch sendet. Laborwerte aus Wasserproben werden hier von Hand eingetragen. Neue Geräte werden hier in Betrieb genommen, und die Grenzwerte werden festgelegt.
Wer den Bereich sieht: wer IoT-Geräte ansehen darf. Außerdem muss für den Verein das Modul „Schutz“ freigeschaltet sein. Ohne das Modul ist der Bereich für niemanden erreichbar.
Die Gewässer selbst, also Fischgewässer mit Namen und Strecken, werden nicht hier gepflegt.
Die Übersicht¶
Jede Kachel steht für eine Messstelle, also ein Gerät an einem Gewässer. Die Kacheln sind nach Gewässer gruppiert. Das Gewässer mit der dringlichsten Messstelle steht oben: kritisch vor still vor außerhalb des optimalen Bereichs.
Eine Kachel zeigt:
- die Kennung des Geräts und seine Marken;
- den wichtigsten aktuellen Wert, weitere Messtypen klein darunter;
- wann das Gerät zuletzt gemeldet hat und den Batteriestand;
- eine Kurve über den gewählten Zeitraum (24 h, 7 T oder 30 T).
Ein Klick auf die Kachel öffnet das Blatt der Messstelle, „Verlauf“ am Gruppenkopf den Verlauf des Gewässers. Hat ein Gewässer eine eingetragene Probe, steht die jüngste als eigene Zeile unter den Kacheln.
Die Filter „Still“, „Kritisch“, „Außerhalb optimal“ und „Batterie schwach“ zeigen nur die betroffenen Messstellen. Geräte ohne Kanal stehen im Abschnitt „Ohne Kanal“, stillgelegte unter „Stillgelegt“.
Die Marken¶
| Marke | Erscheint, wenn |
|---|---|
| still seit … | das Gerät sich seit zwei Stunden oder länger nicht gemeldet hat |
| noch nie gemeldet | das Gerät eingerichtet ist, aber noch nie etwas geschickt hat |
| liefert keine Werte | das Gerät sich meldet, aber keine verwertbaren Werte mitschickt |
| kritisch hoch / kritisch niedrig | der letzte Wert jenseits einer kritischen Grenze liegt |
| über optimal / unter optimal | der letzte Wert außerhalb des optimalen Bereichs liegt, aber noch nicht kritisch ist |
| Batterie schwach | die Batterie unter 20 % steht. Geräte, die nur eine Spannung melden, bekommen diese Marke nie. |
Die Bewertung wird bei jedem Aufruf mit den aktuellen Grenzwerten gerechnet. Eine Änderung der Grenzwerte wirkt deshalb sofort auf Marken, Filter und „Zu erledigen“.
Das Blatt einer Messstelle¶
Das Blatt zeigt alles zu einem Gerät:
- Zustand: letzte Meldung, letzter Wert, Batterie und das Klima in der Sensorbox.
- Verlauf: die Kurven dieses Geräts in 24 h, 7 T oder 30 T. „Verlauf des Gewässers“ zeigt alle Reihen des Gewässers.
- Kanäle: welcher Kanal des Geräts welchen Messtyp an welchem Gewässer misst. Ein Kanal, der nicht öffentlich ist, trägt den Vermerk „nicht öffentlich“.
- Anbindung und Standort: Art der Anbindung, die Kennungen des Geräts oder der SIM-Karte, der Standort mit Link zu OpenStreetMap und eine Notiz.
- Letzte Empfänge: nur bei Geräten mit SIM-Karte und nur mit dem eigenen Recht für Empfangsprotokolle. Zeigt die letzten 20 Meldungen mit Ergebnis und Rohdaten; Empfänge älter als 14 Tage werden gelöscht.
Der Verlauf eines Gewässers¶
Der Verlauf zeigt je Messtyp ein Diagramm mit einer Linie je Messstelle und einer Reihe „Proben“. Der optimale Bereich ist hell hinterlegt, die kritischen Grenzen sind gestrichelte Linien. Es gelten die Grenzen des Gewässers, einschließlich seiner Ausnahmen.
- Zeitraum: 24 h, 7 T, 30 T, 90 T oder 1 J.
- Mausrad oder Ziehen zoomt; ein Doppelklick zeigt wieder den ganzen Zeitraum.
- Unter jedem Diagramm stehen Minimum, Maximum, Mittel und letzter Wert je Reihe. Ein Klick blendet eine Reihe aus und wieder ein.
- Fehlen Werte über längere Zeit, ist die Linie unterbrochen.
- Bei Zeiträumen bis sieben Tage lädt die Seite alle fünf Minuten neue Werte nach, solange nicht gezoomt ist.
Wird ein Gerät an ein anderes Gewässer umgesetzt, bleiben seine bisherigen Werte im Verlauf des alten Gewässers.
Eine Probe eintragen¶
Recht: Gewässermessungen hinzufügen.
„Probe eintragen“ steht im Kopf der Seite „Messstellen“; wer auch Messstellen einrichten darf, findet es unter „Neu“. Als Messende gilt, wer die Probe einträgt.
- Wo und wann: Gewässer, Tag und Uhrzeit (Pflicht), dazu Messort und Wetter.
- Werte: eine Zeile je erfasstem Messtyp, mit den Grenzen, die an diesem Gewässer gelten. Die Bewertung („kritisch“, „über optimal“ …) erscheint schon beim Tippen. Leere Zeilen werden nicht gespeichert. Mindestens ein Wert ist nötig.
- Bemerkung: Beobachtungen am Gewässer, zum Messgerät oder zur Methode.
Ein Wert außerhalb der Grenzen wird markiert und trotzdem gespeichert. Abgewiesen wird nur, was technisch nicht messbar ist, etwa ein pH-Wert über 14. Nach dem Speichern meldet die Seite, wie viele Werte eingetragen wurden und ob einer davon kritisch ist.
Eine Probe korrigieren oder entfernen¶
Recht: Gewässermessungen ändern bzw. löschen.
An der Probenzeile in der Übersicht stehen die Symbole zum Korrigieren und Entfernen. Das geht nur für die jüngste Probe eines Gewässers; ältere Proben erscheinen nur im Verlauf.
- Korrigieren öffnet das Formular vorausgefüllt. Ein geleertes Feld nimmt den Wert heraus. Der letzte Wert lässt sich so nicht entfernen. Was sich geändert hat, steht im Änderungsverlauf.
- Entfernen nimmt die Probe mit allen Werten heraus und lässt sich nicht zurücknehmen. Für einen Tippfehler ist Korrigieren der bessere Weg.
Werte, die ein Gerät geschickt hat, lassen sich weder korrigieren noch entfernen.
Eine Messstelle einrichten¶
Recht: IoT-Geräte hinzufügen.
„Messstelle einrichten“ nimmt ein neues Gerät in Betrieb. Gewählt wird zuerst die Anbindung:
- LoRaWAN (TTN): Das Gerät sendet über The Things Network und braucht die DevEUI. Sie hat 16 Zeichen und steht auf dem Gerät.
- NB-IoT (1NCE): Das Gerät sendet über eine SIM-Karte von 1NCE und braucht die ICCID der SIM-Karte und einen Decoder.
- HTTP-Push (generisch): Das Gerät oder eine Zwischenstelle sendet selbst und bekommt dafür einen eigenen API-Key.
Weitere Angaben:
- Kennung: eindeutig, sie steht über dem Blatt der Messstelle.
- Kanäle: je Kanal die Kennung, unter der das Gerät den Wert schickt, dazu Messtyp und Gewässer. Für die Kennungen macht die Seite übliche Vorschläge. Eine Messstelle ohne Kanal ist möglich; sie steht dann unter „Ohne Kanal“.
- Standort (Breite und Länge in Dezimalgrad) und Notiz: beides geht auch später.
Nach dem Einrichten zeigt die Seite die Anbindungsdaten: die Angaben, die im Portal von TTN oder 1NCE bzw. beim Absender einzutragen sind, jeweils mit Kopierknopf.
Der API-Key erscheint nur einmal
Bei HTTP-Push steht der API-Key nur auf dieser einen Seite und wird danach nicht wieder angezeigt. Geht er verloren, lässt er sich am Blatt erneuern. Der bisherige gilt dann nicht mehr.
Sendet eine unbekannte SIM-Karte schon Daten, erscheint unter „Zu erledigen“ „Unbekannte SIM-Karte“. Von dort öffnet sich „Messstelle einrichten“ mit vorbelegter ICCID.
Eine Messstelle ändern¶
Recht: IoT-Geräte ändern. Die Knöpfe stehen auf dem Blatt der Messstelle.
- Kanal ergänzen: einen weiteren Kanal mit Messtyp und Gewässer. Kanäle lassen sich nicht entfernen oder umbenennen.
- Öffentlich zeigen: Je Kanal wird gewählt, ob er im Widget auf der Vereinsseite und in der App erscheint. Ausgeblendete Kanäle stehen nur in der Konsole; ihre Werte kommen weiter an. Neue Kanäle sind öffentlich.
- Umsetzen: Alle Kanäle ziehen an ein anderes Gewässer. Die bisherigen Werte bleiben beim alten Gewässer.
- Standort setzen: Koordinaten eintragen; beide Felder leer entfernt den Standort.
- Anbindung ändern: bei Geräte- oder SIM-Tausch eine neue DevEUI bzw. ICCID oder einen anderen Decoder eintragen. Die Änderung gilt sofort: Meldungen mit der alten Kennung werden keiner Messstelle mehr zugeordnet. Die Art der Anbindung lässt sich nicht wechseln.
- Stilllegen: mit Pflichtangabe eines Grundes, etwa „Winterpause“. Die Messstelle nimmt danach keine Werte mehr an. Ihre Messwerte bleiben.
- Wieder aufnehmen: macht das Stilllegen rückgängig. Was in der Zwischenzeit gesendet wurde, ist nicht angekommen.
Ein Gerät löschen geht in der Konsole nicht.
Anbindung der Messgeräte¶
Recht: IoT-Geräte hinzufügen. Zu finden unter Einstellungen → Messstellen.
Geräte über TTN und 1NCE schicken ihre Daten mit einem gemeinsamen Webhook-Token des Vereins. Die Seite zeigt, ob ein Token gesetzt ist. Darunter stehen die Adressen für TTN und 1NCE und die Geräte, die das Token nutzen.
Token erneuern trennt alle Geräte
Das Token gilt für TTN und 1NCE zugleich. Nach dem Erneuern gilt das bisherige nicht mehr. Alle LoRaWAN- und NB-IoT-Geräte verlieren die Verbindung, bis das neue Token in der TTN-Anwendung und im 1NCE-Portal eingetragen ist. Das neue Token erscheint genau einmal.
Ist kein Token gesetzt, weist der Server die Daten dieser Geräte ab. Unter „Zu erledigen“ erscheint dann „Webhook-Token setzen“.
Grenzwerte festlegen¶
Recht: Messtypen ändern. Zu finden unter Einstellungen → Messstellen.
Je Messtyp, etwa Wassertemperatur oder Sauerstoff, gibt es vier Grenzen: Kritisch unter, Optimal von, Optimal bis und Kritisch über. Ein Wert jenseits einer kritischen Grenze ist kritisch. Ein Wert außerhalb des optimalen Bereichs ist die schwächere Stufe. Ein leeres Feld heißt: keine Grenze. Die Werte müssen in dieser Reihenfolge aufsteigen.
- Wird erfasst / Nicht erfasst: Ein nicht erfasster Messtyp fehlt beim Eintragen einer Probe und bei neuen Kanälen. Gespeicherte Werte bleiben.
- Ausnahmen je Gewässer: Für ein einzelnes Gewässer lassen sich abweichende Grenzen festlegen. Eine Ausnahme gilt nur in den Feldern, die sie trägt; für alle anderen gilt der Messtyp. Sind alle Felder leer, ist die Ausnahme entfernt. Das Symbol zum Entfernen wirkt ohne Rückfrage.
Messtypen lassen sich hier nicht anlegen oder löschen, Einheiten nicht ändern. Die technische Grenze, jenseits derer ein Wert als Messfehler verworfen wird, steht fest und ist nicht einstellbar.
Alarme¶
Eine Benachrichtigung per E-Mail oder Push bei kritischen Werten oder ausgefallenen Geräten gibt es nicht. Die Konsole zeigt den Zustand über die Marken in der Übersicht und über die Einträge in „Zu erledigen“. Diese Einträge verschwinden von selbst, sobald die Ursache behoben ist; quittiert wird nichts.
Was in „Zu erledigen“ erscheint¶
- Messstellen melden sich nicht: ein Gerät ist seit zwölf Stunden oder länger still. Die Marke in der Übersicht kommt schon nach zwei Stunden. Sichtbar für alle, die Messstellen ansehen dürfen.
- Kritische Messwerte: der letzte Wert eines Kanals ist kritisch. Werte außerhalb des optimalen Bereichs erzeugen keine Aufgabe.
- Batterie tauschen: ein Gerät steht unter 20 %. Sichtbar für alle, die Geräte ändern dürfen.
- Unbekannte SIM-Karte: eine SIM-Karte sendet über 1NCE, ist aber keinem Gerät zugeordnet. Der Eintrag verschwindet nach 14 Tagen ohne Meldung.
- Webhook-Token setzen: Geräte über TTN oder 1NCE sind eingerichtet, aber es fehlt das Token.
Stillgelegte Messstellen zählen nie mit.